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Geplante Strom-Autobahnen gefährden den Erfolg der dezentralen Energiewende. Erdverkabelung löst das Problem nicht!

BUND Naturschutz und Aktionsbündnisse haben ihren Widerstand gegen neue Stromautobahnen in Bayern auch bei Erdverkabelung bekräftigt. Gemeinsam lehnen sie die geplanten Gleichstromtrassen Suedlink und Süd-Ost als Hindernis für eine dezentrale Energiewende der Bürgerschaft und Stadtwerke ab.

06.11.2016

Engagierter Klimaschutz und sofortiger Atomausstieg sind wichtiger denn je.

Dafür benötigen wir keine Stromautobahnen sondern mehr Energiesparen, mehr Energieeffizienz und den naturverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Bayern. Das Ziel einer Versorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien muss auch in Bayern noch vor dem Jahr 2050 erreicht werden. Windenergie- und Fotovoltaikanlagen an den richtigen Standorten ernten die Energie Strom dezentral, umweltschonend und flächig.

Dafür braucht Bayern eine Wende hin zu dezentralen Energie-Strukturen.

Eine zentralistische Netzausbauplanung mit neuen Übertragungsnetzen, wie die Gleichstromtrassen Suedlink und Süd-Ost, sind der falsche Weg. Stattdessen müssen vor Ort Bürgerenergiegesellschaften und Stadtwerke der Kommunen unterstützt werden.

Ziel für die Zukunft muss ein regionales Strommanagement sein, das die fluktuierenden Stromquellen Wind und Sonne mit regionalen und flexiblen Stromquellen unterstützt. Also zusätzlich zu Fotovoltaik und Windrädern regional steuerbarer Strom aus dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung, wie beispielweise Biogas-Block-Heiz-Kraft-Werken, und aus regionalen Batterien in Quartierspeichern. 

Der Widerstand gegen den überdimensionierten Netzausbau geht weiter. Wir fordern die Diskussion über die Berechtigung des Baus dieser Gleichstromtrassen. Wir kritisieren die Haltung der Bayerischen Landesregierung, welche die Diskussion für beendet erklärt hat, ohne nachvollziehbare Belege für die Notwendigkeit geliefert zu haben.

Damit missachtet sie die Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Die dezentrale Bürgerenergiewende wird verhindert. Der geplante überdimensionierte Übertragungs-Netzausbau in Deutschland, gemeinsam mit der Novellierung des EEG vom 8. Juli, ist der Todesstoß für die Energiewende.

Aus den vorgenannten Gründen bleibt auch die BN Kreisgruppe Kelheim bei ihrer ablehnenden Haltung zu den Gleichstromtrassen. Die Entwürfe für einen Südostlink wie sie zum Beispiel in Bad Abbach vorgestellt wurden  und den Landkreis Kelheim, wenn überhaupt nur am Rande betreffen würden, zeigen leider nur ein Hin und Her verschieben bekannter Trassen.

Die Präsentation der Planungen in der Öffentlichkeit bringt daher keine Transparenz sondern ist eher eine „Polit-Show“ an der sich die BN Kreisgruppe Kelheim nicht beteiligen will.