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Preisträger der Wiesenmeisterschaft 2018 im Donau-Isar-Hügelland bekannt gegeben

Die Gewinner der Wiesenmeisterschaft 2018, einem Gemeinschaftsprojekt von BUND Naturschutz in Bayern und Bayerischer Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) stehen fest. Sie wurden im Rahmen eines Festaktes in Landshut geehrt und damit ihre Leistungen für den Erhalt artenreicher Wiesen und Weiden gewürdigt.

 

18.07.2018

Der BUND Naturschutz-Vorsitzende Richard Mergner wies darauf hin, „dass artenreiche Wiesen oft nur noch Relikte in einer ansonsten höchst intensiv genutzten Agrarlandschaft sind und ohne ein Umsteuern beim agrarpolitischen Rahmen nicht dauerhaft erhalten werden können. Auch ein Ausbau der Agrarumweltprogramme sei unverzichtbar, um blühende Wiesen zu sichern und auch wieder mit Arten anzureichern.“  

Der Wiesenwettbewerb findet seit 10 Jahren jährlich in einer anderen Region Bayerns statt, in diesem Jahr im Donau-Isar-Hügelland in den Landkreisen Landshut und Kelheim.

Die Wiesen wurden nicht nur nach Kulturlandschaftswert und Artenvielfalt, sondern auch nach landwirtschaftlicher Verwertung und Futterertrag bewertet. In diesem Jahr hatten sich 25 landwirtschaftliche Betriebe mit ihren Wiesen für den Wettbewerb angemeldet.

Den ersten Preis erhielt der Milchviehbetrieb von Andreas Strasser in Geisenhausen - Stützenbruck

Zweiter Preisträger wurde der Betrieb von Edeltraud Melzl-Butz in Rottenburg - Viehhausen

Dritter Preisträger wurde der Imkerbetrieb von Georg Oswald aus Pfeffenhausen / Oberlauterbach 

Weitere Informationen dazu unter: https://www.bund-naturschutz.de/landwirtschaft/wiesenmeisterschaft.html

Preisträger aus dem Landkreis Kelheim

Den vierten Preis errang der Betrieb Maria Eichstetter, Elsendorf

Mutterkuhhaltung im NE (Schottische Hochlandrinder, ca. 100 Tiere mit Nachwuchs) auf 60 ha LN, ausschließlich Grünland. Naturland-Betrieb seit 2006.

Wiese: Zweischürig genutzte Kohldistel-Feuchtwiese „Rehmoosgraben“ (ca. 3 ha) mit kennzeichnenden Arten. Kleines, aber stabiles Vorkommen der im Naturraum äußerst selten gewordenen Trollblume.

Der fünfte Preis, wurde vergeben an den Betrieb von Maria Berger, Ebrantshausen,

Kleiner NE-Betrieb (ca. 3 ha, ausschließlich Grünland) mit Streuobst, Bienenhaltung, Pferdeheuverkauf.

Wiese: Einschürig genutzte „Bergschneider-Wiese“ Extensivwiese, Halbtrockenrasen mit kennzeichnenden Arten der bodensauren Magerrasen und Sandrasen (darunter Pechnelke). Sehr strukturreiche Hanglage (Terrassen, Waldrand, Säume) mit hohem Naturschutzwert.

Selbst in der Hallertau, im größten Hopfenanbaugebiet der Welt, sind noch wertvolle Biotope und blütenreiche Wiesen zu finden (siehe Bilder oben).